Düsen Büse

Düsen-Büse – Das sagt die Fachpresse (Magazin ENDURO)

 

0002-smallValli Bergamasche 1980, erster Tag. Die rote Maico mit der Startnummer 131 steht verlassen am Rand der zweiten Sonderprüfung beim italienischen EM-Lauf in Bergamo. Heino Büse, Titelverteidiger in der 750er Klasse und Spitzenreiter in der Europameisterschaft, ist gestürzt und hat sich dabei das Handgelenk gebrochen. Die hämische Freude bei den Funktionären des MZ-Teams der DDR ist nicht zu übersehen. Bei den zwei noch ausstehenden Läufen dürfte nun dem zweitplatzierten MZ-Fahrer Manfred Jäger die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein. Aber da haben die Ostdeutschen „Düsen-Büse“ unterschätzt. Solange auch nur eine theoretische Chance zum Sieg besteht, würde Büse niemals aufgeben. Als Heino Büse 1962 auf einer gebläsegekühlten Kreidler mit Dreigang-Handschaltung bei seiner ersten Geländefahrt in Fürstenberg startete, wurde sein Name gleich bekannt. „Ich startete erst in die letzte Runde, als meine Konkurrenten schon längst im Ziel waren“, lacht er heute. Keiner der Zuschauer ahnte damals, dass hier einer der besten deutschen Fahrer seine Premiere feierte. Büse hatte Gefallen am Geländesport gefunden und ließ sich durch anfängliche Rückschläge nicht entmutigen.   0003-smallWenige Jahre später traf Büse als junger Soldat in Munster auf Burchard Lenz und Rupprecht Lammers. Die talentierten Soldaten erhielten Testmaschinen von der deutschen Zweirad-Industrie, die dabei nicht ganz uneigennützig an einen lukrativen Auftrag für das Nachfolgemodell der betagten Bundeswehr-Maico dachte. Meistens waren das reinrassige Werksmaschinen von Hercules, der Zweirad Union oder Zündapp, lediglich olivgrün lackiert. Schon 1966 gab es die ersten großen Erfolge für Büse: Zusammen mit Lenz und Lammers gewann er die Deutsche Clubmannschafts-Meisterschaft. In der gleichen Konstellation trat die Bundeswehr-Mannschaft bei der Sechstagefahrt im schwedischen Karlskoga an. Diesmal hatten Hercules und Zündapp zivile Werksmaschinen zur Verfügung gestellt, mit denen die Drei am Ende ihren Erfolg aus der Deutschen Meisterschaft wiederholen konnten und bestes Club-Team wurden. Den Pokal erhielten die deutschen Soldaten in Uniform damals von einem ebenfalls uniformierten russischen Admiral – in Zeiten des Kalten Kriegs war so etwas vermutlich nur im Geländesport denkbar.


Nun wurde Maico auf den jungen Fahrer aufmerksam und setzte ihn in der Saison 1967 auf eine 125er Drehschieber-Maschine, mit der Büse Zweiter im Europa-Cup, dem Vorläufer der Europameisterschaft wurde. In den nächsten drei Jahren fuhr er 250er Maschinen von Maico und Neckermann-Jawa, bevor er 1971 wieder in die 125er Klasse umstieg. Unglaubliche 22 Klassensiege gab es in diesem Jahr bei Motocross-Rennen und Geländefahrten, dazu das Sportabzeichen in Gold mit Brillanten.......

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